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Joomla: Einführung

Joomla ist eines der bekanntesten kostenlosen Content Management Systeme (CMS), welches als OpenSource entwickelt wird. Es bringt eine Menge Zeit- und Kostenersparnis in die Webentwicklung und stellt gleichzeitig eine grafische Oberfläche zur Verfügung womit das Erstellen von Webseiten besonders einfach wird.

Was ist Joomla?

Joomla ist ein frei erhältliches sogenanntes Content Management System (CMS), mit dem über eine grafische Oberfläche Webseiten erstellt und gepflegt werden können Die Bezeichnung Joomla leitet sich vom Begriff "Jumla" aus der Suaheli-Sprache ab und bedeutet "das Ganze" oder "als ganzes", was als Synonym für die gesamte Entwickler-Community betrachtet wird. Grundlegend ist Joomla ein Redaktionssystem, was es Autoren ermöglicht, Texte und Bilder ins Internet zu stellen und sie dort auch zu bearbeiten. Dazu werden die Informationen in einer MySQL-Datenbank gespeichert und im Browser über PHP-Funktionen zur Verfügung gestellt. In der Grundversion von Joomla gibt es bereits "standardisierte" Module, mit denen die Nutzer weitere Informationen zu den Artikeln wie Statistiken und Übersichten aufrufen können. Mit Hilfe der Module kann u.a. festgelegt werden, an welcher Stelle der Webseite die Informationen ausgegeben werden sollen. Weiterhin gibt es sog. Joomla-Komponenten, mit denen z.B. die Kontakte der Nutzer usw. organisiert werden können.
Joomla bietet den großen Vorteil, dass sowohl die Software selbst als auch die Komponenten der Arbeitsumgebung (Apache, PHP, MySQL) alle kostenlos erhältlich sind. Auch aufgrund der praktisch unzähligen Erweiterungen können mit Joomla Webseiten schnell und einfach "zusammengebaut" werden.
Joomla läuft unter der GNU/GPL-Lizenz, welche eine Veränderung des Quelltextes sowie einen privaten und kommerziellen Einsatz kostenfrei gestattet.

Geschichte von Joomla

Die australische Firma Miro besaß die Rechte an dem CMS Mambo. Ein Großteil der Entwickler verließ im August 2005 nach verschiedenen Problemen die Firma. Um eine Weiterentwicklung zu gewährleisten, wurde der Quellcode der damals aktuellen Mambo-Version in ein neues Projekt mit dem Namen Joomla überführt und später als Version 1.0.0 veröffentlicht. Gleichzeitig wurde das Portal "OpenSourceMatters" gegründet, um Entwicklern und Nutzern des Projektes eine einheitliche Kommunikationsplattform zu bieten.
Am 16. September 2005 wurde Joomla 1.0.0 angekündigt und drei Tage später offiziell freigegeben, wobei diese Version nichts anderes als ein umbenanntes Mambo mit einigen neuen Erweiterungen war. Im gleichen Jahr wurde bereits beschlossen, alle Verbindungen zu Mambo zu kappen und ein komplett neues CMS zu entwickeln. Die Entwicklung der ersten eigenen Joomla-Version, die die Nummer 1.5 bekommen sollte, dauerte über zwei Jahre und wurde schließlich am 22. Januar 2008 veröffentlicht. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Dokumentation ist die Version 1.6 in der Entwicklung, die im 4. Quartal 2008 veröffentlicht werden soll. Aktuell ist Joomla neben Typo3 und Drupal eines der am weitesten verbreiteten CMS weltweit. In Deutschland gibt es verschiedene Firmen, die kommerziellen Support für Joomla anbieten.

Voraussetzungen und Funktionsweise von Joomla

Falls Joomla bei einem Provider eingesetzt wird, sollte dieser PHP mit der Option "SafeMode off" betreiben. Eine Installation von Joomla bzw. Erweiterungen ist zwar bei aktiviertem SafeMode möglich aber nicht empfehlenswert, da es dabei immer wieder zu Problemen kommt. Weiterhin muss PHP die Unterstützung für XML und Zlib aktiviert haben. Bei der Installation von Joomla wird die Arbeitsumgebung überprüft und ggf. auf Fehler hingewiesen, die spätestens an diesem Punkt korrigiert werden können. Unabhängig von der Joomla-Version ist ein Speicherplatz von mindestens 10 MB notwendig.
Für die Joomla-Version 1.0.x ist PHP mindestens in der Version 4.2.0 erforderlich. Die MySQL-Datenbank sollte die Version 3.23.0 bzw. höher haben.
Die aktuelle Joomla-Version 1.5.x ist komplett in einem objektorientierten Ansatz von PHP 5 programmiert. Obwohl die 1.5.x-Version mit einer PHP-Version von 4.3.0 aufwärts betrieben werden kann, wird von den Entwicklern empfohlen aus Stabilitäts- und Performancegründen PHP 5 zu verwenden. Dies gilt auch für Joomla 1.0.x. Weiterhin wird für Joomla ein Webserver und eine Datenbank für den Betrieb benötigt. Beim Webserver gibt es bzgl. des Produktes und der Version keine Empfehlung. Bei der Datenbank ist man aber gezwungen, MySQL zu verwenden, da dies aktuell die einzige Datenbankdistribution ist, welche Joomla aktuell unterstützt. In der Zukunft sollen allerdings Schnittstellen zu weiteren Datenbanken zur Verfügung gestellt werden.
Die geplante Version 1.6 wird PHP nur noch ab der Version 5.2.x unterstützen. Schon allein aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die PHP-Version 5 zu verwenden.

Erweiterungen

Viele Joomla-Nutzer haben Erweiterungen (Module + Komponenten + Plugins) programmiert, die der Community meistens kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dadurch bekommt Joomla einen beachtlichen Funktionsumfang, der aktuell fast alle üblichen Webfeatures abdeckt.
Bei Joomla werden bei den Erweiterungen neben den Templates zwischen Modulen, Komponenten und Plugins unterschieden. Mit Modulen wird die dazugehörige Funktion direkt für Joomla zur Verfügung gestellt, während mit Plugins es ermöglicht wird, bestimmte Funktionen, die von externen Anwendungen realisiert wird, zu nutzen. Die Funktion selbst liefern Plugins nicht mit. Allerdings verschwimmt diese Grenze bei der Einbindung von Webservices. Diese werden sowohl als Plugins (z. B. Google Translation Plugin) als auch als Module angeboten. Die Joomla-Komponenten liefern Funktionen, die die Teile einer Webseite (Banner, Formulare, Newsticker, Umfragen, Suchmaske usw.) entweder neu gestalten oder erweitern.

Sicherheit bei Joomla

Aufgrund der weiten Verbreitung von Joomla, sind darauf basierende Webseiten ein beliebtes Angriffsziel für Hacker. Dabei hat sich im Laufe der Zeit allerdings herausgestellt, das nicht das Kernsystem selbst, sondern eher die von den Nutzern programmierten Erweiterungen als Einfallstor verwendet werden. Viele Erweiterungen benötigen sehr weitgehende Rechte auf dem Webserver und um Fehlermeldungen zu vermeiden, setzen die Betreiber der Webseiten den Sicherheitslevel sehr niedrig an. Allerdings ist die Joomla-Community bekannt dafür, dass sicherheitsbedingte Programmiermängel im allgemeinen sehr schnell beseitigt werden.

Weitere Infos

Weitere Informationen zu Joomla finden Sie unter anderem hier:

Über uns

Stefan Wienströer

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