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So kannst du herausfinden, welche Seiten eine Person besucht hat

Wäre es nicht interessant herauszufinden, welche Seiten von einer Person im Web besucht wurden? Facebook und Google können das durch ihre Trackingcodes auch so schon. An diese Daten kommt man als Normalsterblicher nur leider nicht ran. Kommt man doch! Zumindest teilweise.

Viele von euch kennen bestimmt den Dienst Gravatar. Der Dienst ist an sich sehr schön, da man zu seiner Mail-Adresse ein Profilbild hinterlegen kann, dass dann auf allen Seiten immer aktuell ist. Dadurch kann man dann zum Beispiel in Blog Kommentaren das Profilbild sehen, ohne es auf dem Blog selbst hochgeladen zu haben. Der Seitenbetreiber muss hierzu nur die E-Mail Adresse des Nutzers kennen und kann dadurch eine Url zum Profilbild erstellen (Anlelitung).

Professionelle Variante

Die E-Mail Adresse steckt demnach verschlüsselt in der Url. Da ein Teil der Url immer gleich ist, kann man nun fremde Seiten durchforsten und schauen, wo diese Url immer zum Einsatz kommt. So können große Anbieter dann ein sehr gutes Profil des Users erstellen. Er sucht sich einfach alle Seiten, auf dem das Bild des Users existiert.

Einfache Variante

Das Problem ist, dass man die Seiten natürlich vorher selbst indexiert haben muss um eine solche Analyse zu betreiben. Aber auch ohne ist es zumindest teilweise möglich. Denn Google hat die Daten bereits und wir müssen sie nur noch auslesen.

Wenn man nicht aus den Kommentaren auf irgendeiner Seite die Url kopiert (so muss man die E-Mail gar nicht wissen) kann man sich zum Beispiel mit diesem Generator die Url generieren lassen. Es muss nur die E-Mail eingetragen werten, der Rest kann leer bleiben.

Dann öffnet man die Google Bildersuche. Da gibt es neben dem Suchfeld ein kleines Bildchen mit einer Kamera:

Wenn ihr da drauf drückt, könnt ihr da die Url des Profilbilds eintragen – Und schon bekommt ihr alle Seiten, auf dem das Profilbild verwendet wurde:

Wie kann ich mich dagegen schützen?

Das ist leider nicht so einfach. Um die einfache Variante auszustechen genügt es sich bei Gravatar abzumelden, oder ein oft verwendetes Bild zu verwenden. Bei der professionellen Variante geht das nicht so leicht, weil da egal ist, was auf dem Bild steht, da ist nur die Url interessant. Letztendlich muss man eine extra E-Mail Adresse anlegen, die man für Kommentare usw. verwendet. Doch dann ist es immer noch möglich zumindest die Daten der Zweit-Emailadresse herauszufinden. Ganz sicher ist man nur, wenn man überall eine andere E-Mail Adresse verwendet. Wer eine eigene Domain hat, kann einfach über Wildcards Weiterleitungen zur echten Mail-Adresse einrichten. So sieht man übrigens auch bei Spam-Mails, woher die deine Mail-Adresse haben.

Kommentare

Thomas Wagner schrieb am 04.01.2013:

Warum willst Du Dich denn dagegen schützen? Du wirst doch nur gefunden, wenn Du a) Dich mit Absicht über Gravatar angemeldet hast und b) Du ein Kommentar hinterlassen hast. Insofern ist es doch eher die Idee dahinter, auch gefunden zu werden?

Stefan Wienströer schrieb am 04.01.2013:

Eigentlich nur b, da die Url ja immer eingebunden wird egal ob du dort registriert bist oder nicht. Wenn du nen Bild hinterlegt hast, kannst nur über Google drauf, sonst musst halt selbst crawlnen. Mich persönlich störts nicht, aber ich denke das sieht nicht jeder so.

thosch schrieb am 05.01.2013:

Deine Überschrift ist eigentlich falsch. Du findest mit dieser Methode doch nur heraus auf welchen Seiten derjenige einen Kommentar abgegeben hat. Trotzdem, interessant wo sich die einschlägigen Blogger so rumtreiben.