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Was macht ein gutes Blogsystem aus?

Auch wenn Facebook und Co die Anzahl der neuen Blogposts ein wenig ausbremst, sind Blogs immer noch einer der besten Wege, Inhalte zu teilen. Doch was macht eigentlich ein gutes Blogsystem aus? Muss es wirklich immer WordPress sein oder würden auch schlanke CMS völlig ausreichen? In diesem Beitrag möchte ich einmal vorstellen, welche Funktionen ich mir an einem Blogsystem wünsche.

Hintergrund des Artikels ist das erste Großprojekt unseres Content-Management-Systems, wo wir ein Blog-Plugin integrieren wollen. Er dient zur Planung der Features, die ein solches Plugin mitbringen sollte. Jeder kann sich durch eigene Blogposts oder Kommentaren zum Thema beteidigen. Es werden nur die Funktionen beschrieben, die wirklich zum Blog gehören. Allgemeine CMS-Themen (wie z.B. SEO-Freundliche Metatags, Weiterleitungen oder Theming) werden nicht behandelt, da sie nicht auf dem Blog spezifiziert sind.

Übersichtsseiten, Kategorien, Tags und Archive

Was einen Blog ausmacht ist die Darstellung der Beiträge. Auf der Startseite werden Ausschnitte der Artikel nach Datum sortiert aufgelistet. Die Anzahl der Artikel pro Seite kann man bestenfalls frei definieren.

Ein Post kann in mehrere Kategorien aufgeteilt werden. Diese Kategorien haben wieder eigene Übersichtsseiten, in der dann die passenden Artikel aufgelistet werden.

Tags sind im Prinzip ähnlich wie Kategorien, jedoch mit dem Unterschied, dass die Kategorien eher gröber und auch begrenzt sind.

Die Beiträge werden monatlich auch noch in Archive unterteilt.

Pro Übersicht würde ich gerne einen Text anlegen können, der dann vor den Artikeln angezeigt wird. So kann ich Kategorie- oder Tag-Seiten beliebig zum Thema gestalten, was auch dem SEO zu Gute kommt. Zu jedem Artikel soll auch ein Bild definiert werden können, welches dann mit angezeigt wird.

Kommentare

Erst durch die Kommentarfunktion kommt Leben in einen Blog. Neben einer integrierten Kommentarfunktion gibt es mittlerweile auch Kommentarsysteme der großen Social Networks, die man entweder komplett nutzen oder zusätzlich dazuschalten könnte.

Das integrierte Kommentarsystem sollte im Standard neben dem Kommentar selbst einen Namen, eine E-Mail Adresse und eine Website abfragen. Diese Daten sollten in Cookies gespeichert werden, damit der User sie nicht immer wieder eingeben muss. Im Optimalfall kann man als Blog-Besitzer noch eigene Formularfelder, wie zum Beispiel Links zu Social-Networks hinzufügen

Ein großes Problem bei Kommentaren ist immer Spam. Deswegen sollen Kommentare von einer neuen E-Mail Adresse immer erst vom Admin freigegeben werden, bevor sie sichtbar sind. Außerdem soll es eine abstrakte Basis für den Spamschutz geben. Diese sollte man im Idealfall um eigene Faktoren (inkl. Wertung) erweitern können. Diese könnten zum Beispiel so sein:

  • Abgeschicktes Formular, ohne vorher den Artikel gesehen zu haben
  • Eingabe einer CAPTCHA
  • Überprüfung des Kommentar über Akismet
  • Unterschiedliche Sprache als die im Blog
  • Mehr als ein Link im Kommentar
  • Validierung des Users über die Verbindung zu einem SSO-Dienst wie z.B. Facebook

Als Spam markierte Kommentare sollen durch den Autor auch wieder freigegeben werden können.

Neben den Kommentaren soll ein Foto des Autors angezeigt über Gravatar angezeigt werden können. Da Gravatar aber datenschutzmäßig ein paar Probleme hat, sollte es auch optional sein.

Pingbacks und Trackbacks

Diese Funktion sollte eigentlich allgemein in einem CMS verfügbar sein, ist gerade für Blogs aber wichtig.

Mit Pingbacks werden nach dem Veröffentlichen eines Artikels automatisch Newsdienste benachrichtigt. Bei Trackbacks geschieht dies nur, wenn ein Link zur Zielseite im Quelltext vorkommt.

Trackbacks sollten natürlich auch empfangen und angezeigt werden können.

Sharing

Es sollte eine abstrakte Schnittstelle gehen, um Sharing-Buttons einzubinden.

Autorenprofil

Wenn der Blog mit mehreren Leuten betrieben wird, sollte es eine Möglichkeit geben ein Autorenprofil zum Artikel anzuzeigen. Dazu sollte es auch die Möglichkeit geben über rel=“author“ das Google+ Profil einzubinden.

Rechtesystem

Neben dem Administrator kann es über ein Rollensystem auch möglich sein, dass Autoren Artikel schreiben, aber die Artikel anderer Autoren nicht sehen können. Ebenso soll es möglich sein, dass ein Artikel nur von einen Administrator öffentlich geschaltet werden kann.

Blog-Plugin in ContentLion

Das waren jetzt erstmal die Kernfunktionen eines Blogsystems. Nun kommen noch meine Überlegungen, wie man diese in ContentLion umsetzen könnte. Ziel sollte sein, möglichst vieles der für den Blog entwickelten Module auch für das Content Mangement System selbst zu nutzen. Die Kernidee hinter ContentLion ist es ja, den Code in viele kleine Plugins aufzuteilen, so dass diese beliebig von anderen Entwicklern erweitert werden können.

Hier mal meine Ideen als Liste, in der weiteren Planungsphase planen wir dann präzieser

  • Jeder Blog-Artikel ist eine normale CMS Seite
  • Die Anzeige der Trackbacks könnte man mit den KPI-Plugins z.B. nach Facebook Shares ordnen lassen. Im Backend kann man dann zu den einzelnen KPIs eine Wertigkeit hinterlegen. Der Trackback mit dem höchsten Wert wird dann als erstes angezeigt.
  • Durch ein weitere Plugins könnte man auch einen Screenshot, eine Beschreibung (Open Graph, Meta Description und zur Not ein Ausschnitt aus dem Text) anzeigen lassen
  • Übersichtsseiten sind eigene Seitentypen und werden automatisiert angelegt.
  • Bei den Kommentaren gibt es ein Plugin, dass eine abstrakte Klasse enthält, die die einzelnen Kommentartypen dann integrieren müssen. Diese vordert die Anzahl der Kommentare und den Code an. Weitere Plugins beinhalten dann die Kommentartypen selbst (Integriert, Facebook,…). Im Optimalfall kann man die Kommentare dann nach Zeitraum und Typ ordnen lassen. Auch die Trackbacks sind dann ein solcher Kommentartyp und interpretieren die abstrakte Klasse.
  • Ähnlich wie bei den Kommentaren soll es auch beim Spamschutz ablaufen. Auch hier gibt es ein abstraktes Plugin, welches einen Spamschutz-Faktor darstellt. Diesem Plugin kann man einen Kommentar mitgeben und die geerbten Plugins geben dann eine Spam-Wahrscheinlichkeit in Prozent zurück. Im Backend kann dann definiert werden, wie stark welcher Faktor gewertet werden soll und ab welchem Wert der Kommentar als Spam eingestuft wird.
  • Beim Sharing gibt es ebenfalls ein Abstraktes Plugin zur Verwaltung der Sharing-Dienste. Diese werden dann als eigene Plugins ausgeliefert, bekommen ein Objekt der Seite und liefern an Hand dessen ihren Sharing-Code zurück. So kann man später neue Dienste schnell hinzufügen.
  • Das RSS-Plugin soll genutzt werden.
  • Ein neues Plugin soll das hochladen und einfügen neuer Bilder innerhalb der Seite erleichtern.
  • Beim Autorenprofil wäre es gut, wenn andere Plugins dort noch Daten reinpacken können. In den Blogs auf ContentLion könnte man so z.B. die Score anzeigen.

Zu guter letzt gibt es noch eine kleine Skizze, welchen Part welches Plugin übernehmen könnte.

Ihr seid dran!

Wie oben bereits geschrieben, geht es darum gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Deswegen möchte ich, dass auch ihr euch zum Thema äußert. Das geht am besten über eigene Blogposts, aber auch Kommentare sind gerne gesehen. Ich werde nächste Woche Sonntag (2. Juni 2013) die Artikel sammeln und eine Übersicht daraus erstellen. Außerdem werden natürlich alle Artikel über die ContentLion Social Media Profile geshared. Mehr zu der Aktion

Kommentare

Danny schrieb am 24.05.2013:

seit ? seid :) Ansonsten sind mir vor allem möglichst durchdachte Wege wichtig, ein Kommentar abzugeben. Per Backend (mobil nutzbar) und per E-Mail an eine hinterlegte Adresse sind die von mir am häufigsten genutzten Wege.

JuKu schrieb am 26.05.2013:

Du hast ja schon fast alles gesagt! :)Nur ein was habe ich (bis jetzt) zu ergänzen:Man soll mehrere Blogs haben können. ;)So wie bei Wordpress die Multi-Userblog-Funktion, die man in der config.php freischalten kann. ;)

Stefan Wienströer schrieb am 27.05.2013:

Insofern das alles Seitntypen sind, ist das ja gar kein Problem. In einer config freischalten ist dumm, sollte schon über die Oberfläche gehen.

Maximilian Koch schrieb am 28.05.2013:

Naja, was mir persönlich inzwischen wichtig ist: OG Tags ;)Sonst hast du eigentlich alles oben gesagt.

Stefan Wienströer schrieb am 02.06.2013:

Eine Übersicht der Blogposts habe ich diese Woche schon online gestellt: http://www.contentlion.de/projekte/blog.htmlJetzt bin ich gerade dabei, eine Auflistung der gebrauchten Plugins/Skins/Installers zu bauen. Ihr werdet in den nächster Zeit davon hören.

Kevin Geller schrieb am 29.06.2013:

Mit Blogsystemen kenne ich mich nicht soooo aus, aber ich kenn mich mit den Spamproblemen aus, ich vertraue recht selten externen Checksystemen, aber zb Systeme wie antispamBee bei Wordpress tun auch ihren Teil, was ich jedoch noch lieber mag, ist wenn ich Filterregeln selbst anlegen kann.So bekomme ich zb immer wieder Kommentare wie "this site, this site bla://diespamseite.de nice site"Da will ich am liebesten schon sagen:Delete all contains((http|https)://)+diespamseite.deOb dieser Regex grad richtig ist ist grad mal egal, aber genau das fehlt mir in vielen AntispamSystemen.Das wäre also mal was von meiner Seite (und wer etwas für wordpress kennt,dass dies kann bitte melden XD )