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Java: Struktur des Programmcodes

Der Programmcode, also der Text, den der Programmierer schreibt, unterliegt in jeder Programmiersprache bestimmten Regeln, der Syntax. Die folgenden Seiten beschreiben die Syntax von Java .

Das erste Beispiel

Damit wir uns den Programmablauf besser vorstellen können, denken wir uns folgendes Beispiel:

Ein Roboter soll Spielzeugautos in Schachteln verpacken. Auf der einen Seite stehen die Autos, auf der anderen die Schachteln. Der Robotor soll nun jeweils 3 Autos von der einen Seite holen, zur anderen Seite laufen und sie dort in die passende Schachtel packen. Dann soll er wieder zurücklaufen und die nächsten 3 Autos holen usw., solange bis alle Autos verpackt sind.
Der Programmcode dafür sieht in seiner einfachsten Form so aus:

public class Roboter
{
 public static void main(String s[])
 {
  // Kommentar: hier folgt die eigentliche Anweisung
  System.out.println("Der Roboter packt Spielzeugautos in Schachteln");
 }
}

Dieses Beispiel lässt sich sofort ausführen. Wenn man dasJDKunter Windows benutzt, geht das so:
Text speichern im Bin-Verzeichnis der JDK-Installation als Roboter.java, anschließend auf Kommandozeilenebene folgendes eingeben:
javac Roboter.java
Ergebnis: Der Java-Compiler erstellt eine Datei "Roboter.class". Dann auf Kommandozeilenebene eingeben:
java Roboter
Ergebnis: Der Monitor gibt die Zeile aus:
Der Roboter packt Spielzeugautos in Schachteln
Damit hat der Roboter natürlich noch nichts gemacht - wir tun nur so, indem wir eine Zeile auf dem Bildschirm ausgeben. Die reale Steuerung eines Roboters wäre zwar mit Java möglich - der komplette Quellcode wäre aber natürlich viel zu lang, um ihn in dieser Doku zu beschreiben. Warum dann hier so ein Beispiel? Weil sich jeder die Schritte vorstellen kann, die vom Roboter ausgeführt werden müssen für diese Aufgabe. Statt der wirklichen Steuerung des Computers werden wir Ausschriften auf dem Bildschirm zeigen. Wer will, kann mehr daraus machen.

Anweisungen

Jedes Programm besteht aus Anweisungen. Am Ende jeder "echten" Anweisung steht ein Semikolon; das Semikolon signalisiert dem Compiler, wo eine Anweisung zu Ende ist und die nächste beginnt. In unseren Beispielen steht jede Anweisung in einer neuen Zeile - das ist nur für den menschlichen Betrachter - es ist übersichtlicher. Dem Compiler ist es egal, er würde den Code mit dem gleichen Ergebnis compilieren, wenn alles hintereinander geschrieben ist:

public class Roboter { public static void main(String s[])
{ System.out.println("Der Roboter ..."); } }

Nicht jede Zeile im Programmcode ist eine Anweisung. In unserem Beispiel ist es nur die Zeile:

System.out.println("...");

Diese Anweisung werden wir im Programm noch oft finden. Sie bewirkt die Anzeige von Text auf dem Bildschirm.

Reservierte Wörter

Jeder Programmcode besteht zum größten Teil aus Wörtern, die sich der Programmierer ausgedacht hat. Das sind die Namen von Variablen, Konstanten, Objekten, Klassen oder Funktionen. Welche Bedeutung sie haben sollen, darf der Programmierer ziemlich freizügig festlegen. Ausnahme: Für einige wenige Wörter hat die Programmiersprache eine Bedeutung und Wirkung "reserviert". In Java sind das knapp 60. Dazu gehören in unserem ersten kleinen Beispiel oben die Worte public class static void main string

Namen von Variablen und Objekten

"Ausgedachte", vom Programmierer frei gewählte Wörter sind dagegen: Roboter oder s. Statt ihrer kann man auch nahezu beliebigen anderen Text verwenden, dann allerdings konsequent überall. Das Programm wird dann genauso funktionieren.

Gross- und Kleinschreibung beachten

Java ist case-sensitiv, das heißt es unterscheidet Gross- und Kleinschreibung. Das Objekt Roboter ist also ein anderes Objekt als roboter.

Text

Eine Sonderrolle hat der Text

Der Roboter packt Spielzeugautos in Schachteln

Er steht in Anführungszeichen. Deshalb wird er nicht als Anweisung interpretiert, sondern als Text behandelt.

Kommentar

Kommentar ist Text, der dem Programmierer helfen soll. Der Compiler ignoriert Kommentare, als wären sie gar nicht da. Kommentare in einer Zeile beginnen mit // und enden mit dem Zeilenende. Kommentare über mehrere Zeilen beginnen mit /* und enden mit */ . Manche Programmierer beginnen Kommentare auch mit /** , wenn er eine Beschreibung der Klasse enthält.

Andere Zeichen und Steuerelemente

Daneben enthält der Programmcode noch bestimmte Steuerzeichen wie z.B. die verschiedenen Arten von Klammern.

Weiterlesen: ⯈ Variablen und Operatoren

Über uns

Stefan Wienströer

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