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Welche Kosten habe ich als Startup?

Geld

Je nach Art und Größe eines Technolgie-Startups können zum Start unterschiedliche Kosten anfallen. Da ich in meinem Business-Plan zunächst verschiedene Größen (Nebengewerbe, Vollzeit-Freelancer, GmbH,…) verglichen habe, möchte ich heute einmal die Kosten auflisten, die beim Start eines Unternehmens auf euch zu kommen können.

Wer möchte kann in den Kommentaren die Liste ergänzen.

Dieser Artikel gehört zur Serie Wie programmiert man sich ein Startup?

1. Der eigene Lohn

Für Entwickler ist der wohl teuerste Punkt der eigene Lohn. Schließlich müssen wir alle Essen auf dem Teller und ein Dach über dem Kopf haben. Im Normalfall sollte der Lohn, den man aus dem eigenen Startup bekommt auch höher sein, als bei einem normalen Vollzeit-Job. Denn schließlich hat man auch ein höheres Risiko.

Bei der Planung eines Unternehmens sollte man sich überlegen, was man in den ersten Monaten wirklich zum Leben braucht. Denn in der Zeit kann es vorkommen, dass man hier nur wenige Einnahmen hat. Aus diesem Grund sollte man, auch immer ein paar Monate ohne Einnahmen überblicken können.

Ich persönlich habe mich dazu entschieden, erst einmal nebengewerblich anzufangen. So fällt dieser große Kostenpunkt nicht ganz so ins Gewicht. Da ich schon länger plante auf lange Sicht mein eigenes Unternehmen zu gründen, habe ich darauf geachtet, meine Ausgaben immer möglichst klein zu halten. Denn mit einer kleinen Wohnung muss ich später weniger laufende Kosten aufbringen und kann gleichzeitig noch Kapital ansparen.

2. Das Büro


Viele Existenzgründer fangen im Home Office mit ihrem Startup an. Das ist auch gar nicht mal so schlecht, schließlich zahlt man ja sowieso für die Wohnung. Allerdings muss vorab auch ein Blick in den Mietvertrag geworfen werden, denn eine gewerbliche Nutzung sollte mit dem Vermieter abgestimmt werden.
Im Nebengewerbe habe ich mir auch kein eigenes Büro gemietet. Aber wenn ich mich in nächster Zeit vergrößere, plane ich in ein Co-Working Office oder in eine Bürogemeinschaft zu ziehen. Der Vorteil eines externen Büros im Vergleich zum Home Office ist, dass man sich mit anderen Unternehmern austauschen kann und so vielleicht sogar an neue Kunden kommen kann. Außerdem wird man nicht so leicht abgelenkt, weil man da wirklich nur zum Arbeiten hingeht. Auch der Zugang zu einem Besprechungsraum oder Ähnlichen ist in einem solchen Büro möglich.

3. Versicherungen

Als Selbstständiger muss man sich selbst um seine Versicherungen kümmern. Auch wenn ein gewisses Risiko durchaus eingegangen werden kann, sollte man aber darauf achten, dass man zum Beispiel im Krankheitsfall auch Einnahmen bekommt. Bei den persönlichen Versicherungen, also die für mich als Person, sollte man sich auf jeden Fall mit folgenden Beschäftigen:

  • Krankenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Haftpflichtversicherung

Im Unternehmen selbst fallen dann auch noch Versicherungen an. Denn gerade als Startup kann man schnell mal eine Abmahnung ins Haus bekommen, was dann ohne eine entsprechende Versicherung schnell teuer werden kann. Folgende Versicherungen sind dort interessant:

  • Rechtsschutzversicherung
  • Betriebshaftpflichtversicherung

4. Beratungskosten


Man kann bei der Gründung eines Unternehmens nicht alles wissen. Ich selbst habe mir eine Reihe von Büchern zugelegt und mich weitestgehend informiert. Das habe ich nicht nur gemacht, um Beratungskosten zu sparen, sondern um auch selbst über einige Dinge grob Bescheid zu wissen. Denn nur so kann ich entscheiden, ob ein Berater mir wirklich weiter hilft oder nur an seinen eigenen Gewinn denkt.

Als Kleinunternehmer habe ich mir bisher nur einen Steuerberater zugelegt. Denn ich denke, dass ich die Kosten durch eine gute Beratung schnell wieder rein bekomme.

Wer plant eine GmbH zu gründen sollte sich evtl. mit einem Gründungsberater zusammensetzen. Diese helfen einem dabei den Business-Plan kritisch zu betrachten und zeigen einem, wo man Zuschüsse bekommt. Außerdem bekommt man so vielleicht aufgezeigt, an was man alles noch gar nicht gedacht hat.

Auch eine Rechtsberatung kann je nach Vorhaben durchaus Sinn machen.

Viele Berater werden beim Start eines Unternehmens vom Staat finanziert, so dass man zum Beispiel nur den halben Preis zahlen muss.

5. Steuern und Gebühren

Eine sehr große Kostenstellen sind auch anfallende Steuern und Gebühren. Diese sollte man bei der Preiskalkulation auf keinen Fall vernachlässigen.

Für Kleinunternehmer ist der größte Punkt davon die Einkommenssteuer. Auch auf die Kontoführungsgebühren sollte man achten. Ich bin kurz nach der Eröffnung meines Geschäftskontos ins Minus gekommen, weil ich noch kein Geld darauf überweisen hatte und die Gebühren fällig waren.

6. Diverse Kleinigkeiten


Je nach Art fallen für den Anfang auch verschiedene Kleinigkeiten an. Ich selbst habe an Hardware eigentlich alles aus meinem privaten Gebrauch genommen und mir nicht extra dafür etwas Neues gekauft. Aber ein paar Ausgaben gibt es trotzdem:

  • Gewerbeanmeldung (bei mir 20 €)
  • Domain, Server
  • Softwarelizenzen (z.B. Office)
  • Werbekosten (z.B. AdWords, Visitenkarten,…)
  • Bürobedarf
  • Fahrtkosten
  • Telefonkosten

Insgesamt kam ich mit den Kleinigkeiten, die ich mir zum Start angeschafft habe ungefähr auf 350 Euro.

Weitere Kosten

Je nach Unternehmensart können noch weitere Kosten anfallen. Gerade wenn man direkt etwas größer anfängt. Wenn euch noch spontan etwas wichtiges einfällt könnt ihr es gerne ergänzen.

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Titelbild von aresauburn auf Flickr

Kommentare

Kilian schrieb am 13.07.2014:

Beim Weg in die Selbständigkeit kann einem Peer Wandigers Seite sehr weiterhelfen: http://www.selbstaendig-im-netz.de/. Auch er gibt wertvolle Tipps für den Start...

Sylar schrieb am 11.07.2014:

Zu den Versicherungen: Ich habe mich nicht all zu sehr damit beschäftigt, jedoch meine ich, dass man in dem Falle wenn man es wie du macht und nebenberuflich selbständig ist, man die Versicherungsbeiträge über den "Hauptjob" abdeckt. Oder sehe ich das falsch? Wenn man "nur" selbständig ist, zahlt man doch ca. "das doppelte" an Versicherungsbeiträgen, da in einem normalen Angestelltenverhältnis die Sozialversicherungsbeiträge ca. 50:50 aufgeteilt werden auf AG und AN. Wie gesagt, so sehr habe ich mich nicht mit dem Thema befasst, kann auch sein, dass ich da falsch liege.