0251 / 590 837 15

Textkauf – was sollte man beachten?

Das Erstellen von guten Texten nimmt bei der Realisierung eines Webauftritts viel Zeit in Anspruch. Das ist ein guter Grund, um über das Auslagern des Textens nachzudenken. Ich habe für mein aktuelles Projekt eine Textagentur ausprobiert und möchte mit diesem Artikel meine Erfahrungen beschreiben.

Was Textagenturen bieten

Textagenturen haben meistens eine hohe Anzahl an Autoren, die oft freiberuflich oder als Nebenjob Texte verfassen. Man kann Texte in Auftrag geben, die dann in relativ kurzer Zeit geschrieben werden.

Die Autoren werden durch ihre bisherigen Arbeiten bewertet, so dass man beim Anlegen eines Auftrags auch die Fähigkeiten der Autoren festlegen kann. Bezahlt wird pro Wort, gute Autoren haben natürlich einen höheren Preis als schlechte.

Ich selbst habe Textbroker.de ausprobiert, es gibt aber auch noch andere sehenswerte Agenturen, wie zum Beispiel content.de.

Themenwahl

Am interessantesten dürfte der Textkauf wohl für Online-Shops sein. Produktbeschreibungen die auf hunderten von Seiten genau so stehen, werden in Suchmaschinen keinen großen Erfolg bringen (Duplicate Content). Aber jede Beschreibung selbst zu bearbeiten kann bei vielen Produkten mit sehr viel Arbeit verbunden sein. Textagenturen bieten hier die Möglichkeit Textaufträge in Massen zu beauftragen. So kann man zum Beispiel seine Produktliste exportieren und schnell an einzigarte Beschreibungen kommen.

Bei anderen Websites können Texte geschrieben werden, die nicht zu tief ins Thema gehen. Es macht logischerweise keinen Sinn, Texte erfassen zu lassen, die über eigene Leistungen gehen, die die Texter nicht kennen können. Bei schwierigen Texten, können fachliche Fehler aufkommen, die es natürlich zu vermeiden gilt. Hier sollte man auf hohe Qualität der Autoren Wert legen. Man sollte aber auch Alternativen denken, wie das Anschreiben von Blogger o.Ä., die mehr im Thema sind.

Für Blogs würde ich keine Textagenturen nehmen, da hier die Leser mit den Autor in Kontakt treten können. Wenn man mehr Artikel möchte, sollte man bezahlte Blogger beschäftigen, die dann mehr als nur einen Text schreiben.

Textbeschreibung erstellen

In der Umschreibung des Textes kann man einige Fehler machen. Ist die Umschreibung nicht genau genug, bekommt man später eventuell ein Ergebnis, was nicht dem entspricht, dass man eigentlich wollte.

Deswegen sollte man genau beschreiben wie der Text seien soll – Wenn aber die Umschreibung fast genau solange dauert, wie das Verfassen des Textes, hat man etwas falsch gemacht.

1. Umgebung des Textes beschreiben

Die von mir beauftragen Texte sind besser geworden, wenn ich am Anfang der Beschreibung die Umgebung beschrieben habe. Das sagt zwar nichts über den gewollten Text, aber über die Zielgruppe und das Medium (Print, Web,…) aus. Der Autor kann den Sprachstil entsprechend anpassen.

Die Beschreibung kann man einmal schreiben, und in jedem Auftrag einbauen.

2. Das Thema beschreiben

Die Beschreibung des Themas ist natürlich am wichtigsten. Hier sollte man in 2-3 Sätzen beschreiben, worüber der Text handeln soll. An dieser Stelle kann man dem Autor durch eine Auflistung von Stichpunkten bereits die Recherche erleichtern und somit die Möglichkeit von fachlichen Fehler verringern.

3. Keywords bennenen

Damit ein Artikel in den Suchmaschinen gut gelistet wird, sollten oft gesuchte Begriffe auch öfters im Text vorkommen. Man kann soger so weit gehen, dass man sagt, dass bestimmte Wörter / Wortkombis zu X % im Text vorkommen sollten.

4. Strukturierung

Zum Anfang habe ich nicht beschrieben, wie der Text strukturiert werden soll. Als Ergebnis habe ich einen Text ohne Absätze erhalten. Deswegen macht es Sinn, zu schreiben, dass der Text in Absätze aufgeteilt werden soll. Hierbei kann man auch die maximale Anzahl an Wörtern pro Absatz definieren. Die Anzahl der Gesamtwortzahl wird oft an einer anderen Stelle definiert, da sich daraus die Kosten errechnen.

Auch diese Beschreibung kann man einmal erstellen und in allen Texten einbauen.

Texte prüfen

Ist der Text fertig hat man die Möglichkeit den Text zu prüfen und Ausbesserungen zu fordern. Dabei sollte man sich den Text erst einmal selbst durchlesen, um fachliche Fehler und Störungen im Lesefluss aufzudecken.

Es besteht natürlich die Gefahr, dass die Autoren die Texte irgendwoher geklaut und vielleicht ein ganz wenig umgeschrieben haben. Dies sollte man natürlich entdecken. Ein Tool um geklaute Texte zu erkennen ist UN.COV.ER. Es findet Quellen, die einen ähnlichen Text enthalten. Es wird auch erkannt, wenn nur kleine Teile geklaut wurden.

Zum Abschluss kann man den Text noch einmal in Word auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen lassen.

Gute Autoren merken

Wenn man einen sehr guten Text hat, sollte man sich den Autoren merken. So kann man später den Autoren direkt für einige Texte beauftragen. Vielleicht kann man einen guten Autoren auch als Blogger gewinnen und somit später auch ohne Agentur dazwischen neue Texte schreiben lassen.

Eigene Nachbearbeitung

Beim Einbau des Textes in ein Content-Management-System kann man diesen um Links und Bilder erweitern. Wenn man noch etwas gefunden hat, dass evtl. zum Text passen könnte, kann man dies auch noch anhängen.

Kosten

Das Problem beim Auslagern des Textens sind natürlich die Kosten. Um Geld zu sparen, sollte man mit den Qualitätsanforderungen der Autoren experimentieren. In einigen Themengebieten kann man auch mit geringen Anforderungen sehr gute Texte bekommen. Für tiefergehende Artikel empfehle ich aber doch ein bisschen mehr zu investieren.

Die von mir bestellen Texte haben 4-7 Euro gekostet und hatten (laut Bewertung der Autoren) geringe bis mittlere Qualität – Die meisten Artikel sind aber echt gut gelungen, andere ließ ich ausbessern.

Fazit

Man kann nicht immer alles selbst machen. Grade wenn die Zeit knapp und das Projekt groß ist, sollte man über das Verlagern der Aufgaben an externe Agenturen denken. Wenn die Seite im passenden Themenbereich liegt, kann man zum Beispiel für aktuelle Themen schnell Texte schreiben, die dann auch schnell in die SERPs fließen können,. Es ist sogar denkbar (Made4Affilate-)Websites auf die Schnelle erstellen zu lassen.

Natürlich sollte man sich fragen, ob das Auslagern der Texte das Geld wert ist, oder ob man vielleicht auch andere Teile, wie zum Beispiel die Programmierung auslagert und die Texte selbst schreibt.

Kommentare

Trendy schrieb am 19.06.2011:

Ich lasse auch hin und wieder mal was schreiben, vor allem wenn es Themen sind, mit denen ich mich selbst weniger auskenne. Am liebsten schreibe ich meine Texte aber selbst, doch hin und wieder fehlt dazu auch einfach die Zeit.

Unsere Frei-Tags-Lese-Tipps No11 mit Themen zur Webseiten-Gestaltung, Marketing und wissenswertes für die Branche » shop-optimieren schrieb am 24.06.2011:

[...] Texte kauft, sollte achtsam sein. Selbiges Thema hatten wir auch schon mal, aber der Artikel hier ist auch [...]

Seobi schrieb am 24.06.2011:

Da muss jeder selbst seine Erfahrungen machen. Am problematischsten finde ich immer noch, dass in gekauften Texte Fehler drin sein können, für die man später als Betreiber der Website dann den "Kopf hinhalten" muss. Deswegen stimme ich dir zu, dass man gerade bei Textbörsen eher allgemeinere Texte kaufen soll. Erst wenn man von der Qualifikation des Texters überzeugt ist, können auch tiefgreifendere Texte geordert werden.

Mc Frost schrieb am 26.06.2011:

Teuer wird es wenn man Profiqualität will. Dann kostet das das 3 Fache und das ist dann schon etwas happig für normale Verwendungen. Aber die mittlere Qualität ist echt ok. Wenn man bedenkt wie viel Zeit man benötigt um sich etwas einzulesen und dann den Artikel zu schreiben. Eine Stunde ist bei mir meist immer locker weg .....

Jan schrieb am 03.11.2011:

Ich finde man sollte auch Independent Publishing nicht vergessen. Ich habe nur gute Erfahrungen mit denen gemacht. Die Texte waren immer top!

Kerstin schrieb am 25.03.2013:

Vielen Dank für den ausführlichen Artikel, sehr hilfreich!

Ramona schrieb am 09.06.2013:

Also ich persönlich habe mit content.de und textbroker sehr gute Erfahrungen gemacht. Man sollte aber wirklich auf die Qualität achten und lieber einen höheren Wortpreis ansetzen!